Bundestag beschließt THC-Grenzwert im Straßenverkehr

Bundestag beschließt THC-Grenzwert im Straßenverkehr
2024-06-07
Wie die Promillegrenze beim Alkohol gibt es künftig auch für Cannabis am Steuer einen Grenzwert – und zwar 3,5 Nanogramm THC pro Milliliter Blutserum. Ausnahmen gelten für Fahranfänger und für Patienten.


Rund zwei Monate nach der begrenzten Freigabe von Cannabis hat der Bundestag das umstrittene Gesetz noch einmal nachgebessert – und auch das Straßenverkehrsgesetz entsprechend neu geregelt.


Der Grenzwert für Cannabiskonsum im Straßenverkehr wurde auf 3,5 Nanogramm Tetrahydrocannabinol (THC) pro Milliliter im Blutserum festlegt. Bei erstmaliger Überschreitung droht eine Strafzahlung von 500 Euro sowie ein einmonatiges Fahrverbot.


Zudem gilt nach dem Beschluss ein Alkoholverbot für Cannabiskonsumenten. Wer kifft und trinkt und sich dann hinters Steuer setzt, muss mit einem höheren Bußgeld von in der Regel 1.000 Euro rechnen. Für Fahranfänger in der Probezeit ist Autofahren nach Cannabiskonsum vollständig tabu. Sanktion: in der Regel 250 Euro.


Ausdrücklich ausgenommen von den Strafen sind Autofahrer, deren hoher THC-Wert »aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt.